Der flüchtige Körper - theatrale subversion

Lister Meile 4
30161 Hannover

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Event organiser: Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover, Deutschland

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Körper auf Booten. Körper, die über Zäune klettern. Körper, die Grenzen überwinden. Flucht ist mehr als die Bewegung zwischen Herkunfts- und Zufluchtsort. Sie verändert auch die Perspektive auf das Woher und das Wohin. Sie befördert Sehnsüchte, Illusionen, Geschichte und Geschichten. In „Der flüchtige Körper“ seziert die theatrale subversion – ausgehend von der medialen Bilderflut der letzten Jahre – die Konstruktionen von Körpern im Zusammenhang mit Flucht und Vertreibung. Welchen Einfluss haben diese Bilder auf die Wahrnehmung von eigenen und von fremden Körpern? Eine szenische Recherche zwischen Videoinstallation, Performance und Choreografie.


Im Zusammenhang mit der vergleichsweise hohen Anzahl an geflüchteten Menschen, die die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2015 aufgenommen hat, wurde in den Medien immer wieder der Begriff „Flüchtlingswelle“ angeführt. Ein Sprachbild, das problematisch erscheint; assoziiert man damit doch mehr eine unförmige, bedrohliche Masse an Körpern, die wie eine Naturkatastrophe über „uns“ hereinbricht statt individuelle Schicksale. Wenn in diesem Kontext schon Naturgewalten herhalten müssen, sollte man jedoch eher von einer „Bilderflut“ sprechen, die die Menschen in den vergangenen drei Jahren überschwemmt hat: Körper aneinandergedrängt auf Booten, nach helfenden Händen greifend. Körper, die über Zäune klettern, sichtbare und unsichtbare Grenzen überwinden.
Ausgehend von dieser Beobachtung hat sich die theatrale subversion dazu entschlossen, sich dem Thema Flucht und Vertreibung über den Körper und die Untersuchung von Körperbildern zu nähern. Denn diese Bilder stehen nicht für sich allein. Sie sind immer Teil verschiedener sich oftmals widersprechender Erzählungen und werden von politischen Akteuren jeglicher Couleur instrumentalisiert. Sie sind Ausgangspunkt und Kontext sozialer Interaktion. So können sie z.B. Menschen dazu motivieren Hilfe zu leisten oder Ängste schüren.
Welchen Einfluss haben diese Bilder auf die Wahrnehmung von eigenen und von fremden Körpern? Wie verändern diese Körperbilder wiederum unsere Wahrnehmung von Raum? Und welche historischen Bilder von Flucht und Vertreibung werden durch die aktuellen Diskurse überdeckt? Über diese Fragen nähert sich die theatrale subversion dem flüchtigen Körper an, stellt sich ihrem eigenen Blick und vermisst so zugleich deutsche Identität.

In Koproduktion mit:
LOT Theater
HELLERAU

Gefördert von:
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Fonds Darstellende Künste
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden

Mit freundlicher Unterstützung der TENZA

Location

Kulturzentrum Pavillon
Lister Meile 4
30161 Hannover
Germany
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Fast täglich bietet das Kulturzentrum Pavillon in Hannover eine Veranstaltung und begeistert mit diesem umfangreichen und facettenreichen Kulturprogramm seit Jahren die Hannoveraner.

Das offene Kulturzentrum bietet eine Vielzahl von Highlights für den Kalender: Theater, Kabarett, Konzerte, Lesungen oder Ausstellungen finden hier statt. Ergänzt wird das umfangreiche Angebot von Workshops, Projekten und politischen Debatten oder Diskussionsrunden. Deutschlandweit bekannt ist der Pavillon vor allem durch sein seit 1995 jährlich stattfindendes Weltmusikfestival MASALA. Im Kulturzentrum haben zudem das Café Mezzo, eine Zweigstelle der Stadtbibliothek Hannover sowie die theaterwerkstatt hannover e.v. und der workshop hannover e.v. Quartier bezogen.

Das ursprünglich nur als Provisorium errichtete Gebäude des Pavillons beherbergt das Kulturzentrum nun schon seit 1977. Besonders auffällig ist die 2000 zur EXPO installierte Solarstromanlage auf dem Dach des Gebäudes. Der Pavillon verfügt über einen Großen und Kleinen Saal sowie zwei Gruppenräume.