Würzburger Chorsinfonik - Johannes Brahms: Nänie & Paul Hindemith: Requiem

Monteverdichor Würzburg, Jenaer Philharmonie, Matthias Beckert  

Neubaustr. 38
97070 Würzburg

Tickets from €23.20
Concessions available

Event organiser: Monteverdichor Würzburg, www.monteverdichor.com, 97070 Würzburg, Deutschland

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Der Monteverdichor Würzburg eröffnet gemeinsam mit der renommierten Jenaer Philharmonie und hochkarätigen Solisten seine Konzertsaison 2020 mit Johannes Brahms „Nänie“ und Paul Hindemiths „Requiem”.

Das Exil war für zahlreiche Künstler die einzige Möglichkeit, sich dem Nazi-Regime zu entziehen. Einer von ihnen war Paul Hindemith. Von Amerika aus nutzte er die Musik, um seiner Verzweiflung und seiner Anteilnahme gegenüber jenen Ausdruck zu verleihen, die in Europa verfolgt und ermordet wurden.Unter diesen Eindrücken entstand 1946 sein Requiem auf Texte von Walt Whitman anlässlich des Todes von Präsident Roosevelt. Symbolische Bildmotive wie Flieder, Vogel und Stern, die für Liebe, Gesang und Persönlichkeit stehen, nutzte Hindemith, um die Botschaft der Textvorlage über den Moment hinaus auszuweiten. Betroffenheit und Verzweiflung werden von der Hoffnung auf Frieden und die Verbrüderung der Feinde nach dem Ende des Krieges abgelöst.

Franz Schubert begann seine „Unvollendete“ in dem Bestreben, es seinem Vorbild Beethoven gleich zu tun. Die zweisätzige Symphonie steckt voller mysteriöser Wechselspiele zwischen Tanz und Lied, düsterer Schwere und Idyll.Trauer in Form eines geradezu versöhnlichen Klagegesangs fing Johannes Brahms in seiner „Nänie“ auf Texte von Friedrich Schiller ein. Es war seine ganz persönliche Totenklage im Andenken an den Freund und Maler Anselm Feuerbach, dem er das Werk widmete.

Mit Barbara Bräckelmann und und Stefan Stoll wurden wieder hochkarätige Solisten gewonnen.

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Location

Neubaukirche
Neubaustraße 38
97070 Würzburg
Germany
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Die Neubaukirche in Würzburg wurde ab 1586 erbaut und 1591 geweiht, ihren Namen erhielt sie schon bald durch das Volk. Der Renaissancebau wurde nach der Säkularisation profaniert und zu einem Lagerhaus umfunktioniert. Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche wieder für den Gottesdienst hergerichtet, doch nach dem großen Bombenangriff 1945 auf die Stadt wurde sie weitgehend zerstört. Erst in den 1970er Jahren übernahm die Universität den Wiederaufbau und nutzt die Räumlichkeiten seitdem für Kongresse, Tagungen und Konzerte jeglicher Art. Seit 1985 ist die Kirche die Aula der Universität.

Als eine der bedeutendsten Kirchenbauten der Renaissance in Deutschland weist der Turm selbst mehrere unterschiedliche Stile auf. Die Hallenkirche wurde aus rötlichem Ebenheider Sandstein erbaut und besitzt seit 1986 am Ort des ehemaligen Hochaltars nun eine große Konzertorgel.

Die Neubaukirche liegt in der Würzburger Altstadt, unweit vom Main und dem Würzburger Dom. Erreichbar ist sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Straßenbahnlinie 1, 3, 4 und 5 halten in unmittelbarer Nähe an der Station „Neubaustraße“. Ein Umstieg vom Hauptbahnhof ist nicht von Nöten. Der Zugang erfolgt über die Domerschulstraße 16.